Aus Herbstlaub wertvollen Laubhumus machen

Landschaftsillustration

Sobald die ersten Blätter im frühen Herbst zu Boden fallen, stellt sich für viele die Frage, wohin mit dem wachsenden Laubhaufen. Statt das Laub wegzugeben, lohnt es sich, daraus Laubhumus herzustellen, eine feine, dunkle Erde, die dem Gartenboden im kommenden Jahr großen Nutzen bringt. Der Prozess braucht zwar Geduld, verlangt dafür aber kaum Aufwand, sobald die Blätter erst einmal an Ort und Stelle liegen.

Laub sammeln und richtig lagern

Am einfachsten sammelt man das Laub in einem separaten Haufen oder einem einfachen Gitterkäfig aus Drahtgeflecht, getrennt vom übrigen Kompost, da Laub deutlich langsamer verrottet als weichere Küchenabfälle. Ein feuchter, halbschattiger Platz eignet sich am besten, denn zu starke Sonne trocknet den Haufen aus, während zu viel Nässe die Zersetzung ebenfalls verlangsamen kann. Leicht angefeuchtetes Laub zersetzt sich spürbar schneller als ganz trockenes.

Größere, ledrige Blätter tun sich schwerer bei der Zersetzung als zarte, dünne Blätter, weshalb es helfen kann, sie vor dem Sammeln grob zu zerkleinern, etwa mit dem Rasenmäher beim letzten Schnitt der Saison. Kleinere Stücke bieten den Mikroorganismen mehr Angriffsfläche, sodass der gesamte Haufen gleichmäßiger und zügiger in feinen Humus übergeht. Ein gelegentliches Umschichten mit der Grabegabel bringt zusätzlich Luft in den Haufen und beschleunigt den Vorgang weiter.

Anders als gewöhnlicher Kompost braucht Laubhumus deutlich mehr Zeit, oft dauert die Umwandlung spürbar länger als bei nährstoffreicherem Material. Diese Geduld zahlt sich jedoch aus, denn das Ergebnis ist eine besonders feine, krümelige Erde, die sich hervorragend zum Einarbeiten in Beete oder als Mulchschicht um Stauden eignet. Selbst halb fertiger Laubhumus lässt sich bereits als schützende Abdeckung auf Beeten verwenden.

Wer schon im frühen Herbst mit dem Sammeln beginnt, hat im folgenden Jahr eine wertvolle, kostenlose Bodenverbesserung zur Hand. Es ist ein einfacher Weg, die fallenden Blätter sinnvoll zu nutzen, statt sie nur als lästige Herbstarbeit zu betrachten.