Sobald die Hitze des Hochsommers nachlässt, beginnt eine der dankbarsten Zeiten für den Anbau von Spinat im Gemüsebeet. Die Pflanze schätzt gemäßigte Temperaturen und neigt bei großer Hitze eher dazu, vorzeitig in die Blüte zu schießen, statt zarte Blätter zu bilden. Wird die Aussaat auf den Spätsommer gelegt, profitiert der Spinat von kühleren Nächten und feuchterer Luft, was ihm ein gleichmäßiges, sattes Wachstum ermöglicht.
Ein lockeres, nährstoffreiches Beet vorbereiten
Bevor die Samen in die Erde kommen, lohnt sich ein Blick auf den Boden selbst, denn Spinat bevorzugt eine lockere, gut durchlässige Erde ohne größere Klumpen. Wer den Boden vorher leicht auflockert und etwas reifen Kompost einarbeitet, schafft ideale Bedingungen für eine zügige Keimung. Die Saatrillen sollten nicht zu tief gezogen werden, da die Samen recht flach unter der Oberfläche am besten aufgehen.
Nach der Aussaat braucht das Beet vor allem eines: gleichmäßige Feuchtigkeit, denn ungleichmäßiges Gießen führt schnell zu lückenhaftem Aufgang oder zäheren Blättern. Ein feiner Wasserstrahl aus der Gießkanne schont die frisch gesäten Reihen besser als ein harter Strahl aus dem Schlauch, der die Samen leicht verschieben kann. Sobald die ersten zarten Blättchen zu sehen sind, kann bei Bedarf vorsichtig vereinzelt werden, damit die verbleibenden Pflanzen genug Platz zum Wachsen haben.
Spinat lässt sich in mehreren Sätzen aussäen, sodass immer wieder frische, junge Blätter nachwachsen, während die älteren Pflanzen bereits geerntet werden. Diese gestaffelte Aussaat verlängert die Erntezeit spürbar und sorgt dafür, dass nicht alles auf einmal erntereif wird. Geerntet wird am besten, indem die äußeren Blätter einzeln abgeschnitten werden, sodass die Pflanze in der Mitte weiterwachsen kann.
Mit den kühleren Tagen des frühen Herbstes wird der Spinat zunehmend robuster und übersteht auch leichte kühle Nächte ohne Probleme. Wer die Aussaat rechtzeitig im Spätsommer plant, kann sich so über Wochen hinweg an frischen, zarten Blättern aus dem eigenen Beet erfreuen.